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Rechnen mit Spaß lernen

 

Prozentrechnung 6
7. Klasse - Vertiefung

 
     
 

Du meinst, wie hätten jetzt genug die Prozentrechnung vertieft. So ganz unrecht hast du nicht. Wenn die bisherigen Aufgaben beherrscht, dann bist du wirklich gut, aber noch nicht Spitzenklasse. Doch zunächst einmal: Grüß Gott!

Lass uns noch ein paar schwierigere Aufgaben angehen. Es könnte ja sein, dass deine Lehrerin, dein Lehrer, dir solche Aufgaben zumuten. Also meinen Schülern/innen in der Wahlfachgruppe I mute ich es zu.

 
 

 

 
 

Aufgabe 1:

Für ihre Boutique "Ragazzi" kauft Frau Giorno 60 Jeans vom Modell "Jeans Bepone". Pro Stück zahlt sie an den Großhändler 15,50 EUR netto, also ohne Mehrwertsteuer. Für Strom, Miete, usw. kalkuliert Frau Giorno 20 % Geschäftskosten pro Jeans. Insgesamt möchte sie an einer Jeans 75 % verdienen.

 

 
 

a) Kalkuliere (=berechne) mit dem nebenstehenden Kalkulationsschema (= Berechnungsschema) den Ladenverkaufspreis, also den Bruttoverkaufspreis = einschließlich 19 % Mehrwertsteuer.

Hinweis: Du musst hier 3 Prozentrechnungen machen und der Grundwert für jede dieser 3 Prozentrechnungen ist jedesmal ein anderer. Komme also nicht auf die Idee die Prozentzahlen einfach zu addieren. Ich habe es durch unterschiedliche Farben gekennzeichnet.

 

 
.
Einkaufspreis netto
15,50 EUR
+
Geschäftskosten 20 %
?
=
Selbstkosten
?
+
Gewinn 75 %
?
=
Nettoverkaufspreis
?
+
Mehrwertsteuer 19 %
?
=
Bruttoverkaufspreis
(Ladenpreis)
?
 
 

b) Berechne den Gewinn, den Frau Giorno erzielen würde, wenn sie alle Jeans zum regulären Preis verkaufen könnte.

c) Tatsächlich verkauft Frau Giorno nur 44 Jeans zum regulären Preis. Vom Rest kann sie 12 Jeans im Schlussverkauf mit einem Preisnachlass von 25 % auf den regulären Preis verkaufen. Berechne den Gesamtgewinn von Frau Giorno.

Klicke unten auf a, b oder c um die Lösungen zu den teilaufgaben einzublenden.

 
 

 

 
 
a
b/c
 
     
   
 

Aufgabe 2:

Eine Schulklasse mit 23 Schülern, einem Lehrer und einer weiteren Begleitperson macht einen Ausflug mit dem Zug. Sie bekommen 25 % Ermäßigung auf den Fahrpreis. Außerdem kann ein Teilnehmer kostenlos mitfahren. Ohne Ermäßigung würde die Einzelfahrkarte für jeden 14 EUR betragen.

a) Wie hoch sind die Kosten für die Gruppe insgesamt?

b) Alle Mitglieder der Gruppe bezahlen gleich viel. Wie groß ist dieser Betrag?

c) Um wie viel Prozent ist die Fahrkarte damit für jeden Einzelnen billiger?

zur Lösung hier klicken...

 

 
 

 

 
   
 

 

 
 

Aufgabe 3:

Laut Bebauungsplan der Gemeinde Grünau kann der Neubau der Familie Erler 11 m lang werden. Außerdem ist festgelegt, dass die Breite des rechteckigen Hauses nicht mehr als 75 % der Länge ausmachen darf.

a) Schätze, wie groß die Grundfläche des Hauses höchstens werden darf.

b) Berechne die maximal mögliche Grundfläche des Neubaus.

c) Familie Erler will das Haus mit der größmöglichen Grundfläche bauen. Zusätzlich ist eine Garage mit 18,25 m² Grundfläche geplant. Die Grundflächen der beiden Baukörper betragen mindestens 25 % der Grundstücksfläche. berechne, wie viel Familie Erler für ihren Baugrund bezahlen muss, wenn der Quadratmeterpreis bei 180 EUR liegt.

zur Lösung hier klicken...

 

 
   
     
     
 
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Diese Seite wurde zuletzt am Mittwoch 16 September, 2009 18:28 geändert.
© 2002 Wolfgang Appell

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Mehrwertsteuer

Was ist das?

 

Jeder, der etwas von einem Kaufmann, von einer Kaufrau kauft, in desssen Kaufpreis ist auch Mehrwertsteuer enthalten. Nur wenn du von jemandem privat etwas kaufst, ist keine Mehrwertsteuer enthalten.

Und weißt du was das Merkwürdige ist? Alle Finanzbeamten kennen den Begriff Mehrwertsteuer nur vom Hörensagen. In ihren Steuergesetzen existiert der Begriff überhaupt nicht.

Im Gesetz heißt die Mehrwertsteuer "Umsatzsteuer"!

Die Kaufleute bezeichnen die Umsatzsteuer als "Mehrwertsteuer" und oft bezeichnen sie die Umsatzsteuer auch als "Vorsteuer".

Warum diese babylonische Sprachverwirrung? Warum haben die Kaufleute zwei neue Begriffe für die Umsatzsteuer erfunden?

Eigentlich soll die Umsatzsteuer nur der Endverbraucher zahlen. Jetzt stell dir mal vor du hast einen Handy-Laden. Woher willst du wissen, ob dein Kunde ein Endverbraucher oder ein Geschäftsmann ist, der für sein Geschäft neue Handys kauft.

Für den Verkäufer ist es unmöglich zu wissen, ob der Käufer ein Endverbraucher ist oder auch ein Geschäftsmann. Deswegen muss zunächst jeder erst einmal die Umsatzsteuer bezahlen. Ein Kaufmann, ein Händler, der bekommt aber vom Finanzamt, die von ihm bezahlte Umsatzsteuer wieder zurück. Dazu muss er natürlich aufschreiben, welche Umsatzsteuer er bezahlt hat. Das macht er in einem eigenen Konto und dieses Konto heißt Vorsteuer.

Die Umsatzsteuer, die ein Kaufmann, ein Händler, von seinem Kunden verlangt, die muss er an das Finanzamt weiterleiten. Diese einkassierte Umsatzsteuer muss er sich ebenfalls aufschreiben. Richtig, dafür hat er auch ein eigenes Konto und das nennt er Mehrwertsteuer.

 

Vorsteuer ist also die vom Kaufmann beim Einkauf bezahlte Umsatzsteuer.

Mehrwertsteuer ist die beim Verkauf einkassierte Umsatzsteuer.

 

Der Kaufmann muss nun jeden Monat folgendes machen:

Summe der Mehrwertsteuer

- Summe der Vorsteuer

Zahlung an das Finanzamt

 

Sollte die Vorsteuer größer sein als die Mehrwertsteuer, kann er vom Finanzamt verlangen, dass die überschüssige Vorsteuer an ihn zurückgezahlt wird.

 

Du siehst, die Umsatzsteuer ist bei einem Kaufmann nur ein sogenannter "durchlaufender Posten". Sie durchläuft seine Buchhaltung, beeinflusst aber in keiner Weise seinen Geschäftserfolg. Daher kalkuliert der Kaufmann seine Preise mittels Nettopreisen.

Nettopreis
+Umsatzsteuer
= Bruttopreis

Warum jetzt die Kaufleute ausgerechnet die Begriffe Vorsteuer und Mehrwertsteuer erfunden haben, das lernst du im Fach BWL, falls du es gewählt hast. Wir wollen hier ja Mathe betreiben und keine BWL, obwohl manchmal liegen die beiden Fächer nahe beieinander. Doch das mit dem Mehrwert will ich versuchen noch zu erklären.